Customer Review:
Ein sehr gutes Praxisbuch für 9-12jährige.
Als Opa erklärt der Ich-Erzähler Enkeln und deren Freunden, wie Geheimschriften funktionieren. Das Buch verführt zum Mitmachen und enthält im Mittelteil Kopiervorlagen für Verschlüsselungsscheiben und anderes Zubehör für Nachwuchs-Kryptographen. Vom Schwierigkeitsgrad her ist es ein Einstiegsbuch für 9-11jährige. Es vermag aber auch ältere Interessierte wegen der anschaulich dargestellten Umsetzungsbeispiele in seinen Bann ziehen. Auf der letzten Seite angekommen ist man tatsächlich näher an Erkenntnissen darüber, „wie man Botschaften verschlüsselt und Zahlencodes knackt" - so verheißt auch der Untertitel des Buches ohne Übertreibung.
Behandelt werden zu Beginn unsichtbare Tinten, Morse- und Flaggenalphabet und die Braille- (=Blinden-) schrift. Dann folgen Caesar-Verschiebung und allgemeiner die monoalphabetischen Verschlüsselungen, bei denen jeder Buchstabe durch einen anderen ersetzt wird. Bei den Beispielen kommt man ins Staunen darüber, wie leicht solche Codes geknackt werden können.
Gezeigt werden dann homophone Verschlüsselungen, die einige Schwächen monoalphabetischer Verschlüsselungen ausbügeln, dann sogenannte Transpositionsverschlüsselungen, bei denen die Zeichen eines Textes miteinander vertauscht werden, so dass sie in einer unleserlichen Reihenfolge erscheinen. Abschließend wird die Vigenere-Verschlüsselung gezeigt, die bei geeigneter Wahl des Codewortes allein unter Verwendung von Papier, Bleistift und Hirn als unknackbar gelten kann.
Zwei Wermutstropfen gibt es: Zum einen wirkt der erzählende Opa an manchen Stellen in meinen Ohren allzu besserwisserisch, andererseits geht das Buch schon nach wenigen Kopien der Vorlagen aus dem Leim. Daher ist es nur als Arbeitsbuch zu gebrauchen. Wären die Kinder nicht so begeistert gewesen ... . So aber bleibt es bei 5 Sternen.
Leichte Einführung
Streng geheim ist eine leicht verständliche Einführung in die Geheimschriften. Eingekleidet in Gespräche eines Großvaters mit seinen Geheimschrift-interessierten Enkeln werden hier bekannte Buchstabenverschlüsselungen vorgestellt. Die Enkel probieren ihr Wissen gleich aus - und müssen dann feststellen, dass irgendjemand ihre Geheimsprache "geknackt" hat. Das führt dazu, dass ihnen Großvater die Strategie erklärt, mit der die jeweilige Geheimsprache dekodiert werden kann. Danach probieren die Enkel eine schwierigere Geheimschrift... und wieder scheint es Mitleser zu geben. Wie eben auch im historischen Verlauf entwickeln sich die vorgestellten Geheimschriften immer weiter - und die Tricks, sie zu entschlüsseln, werden reizvoller.
Allerdings bleibt das Buch bei den bekannten Buchstabenverschlüsselungen und -vertauschungen. Schwierigere Codes kommen nicht vor.
Dazu gibt es Bastelanleitungen für Chiffrierscheiben und Fleißner-Schablonen.
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