Customer Review:
Packend, abenteuerlich
Bei diesem Buch handelt sich um einen absolut packenden Roman, einfach um eine unglaublich spannende Geschichte: Das Mädchen Jo wird als Schiffbrüchige von der Besatzung eines merkwürdig-unheimlichen Segelschiffes gerettet. Nach und nach lernt sie deren Sprache (es scheint sich um Niederländer zu handeln, was Assoziationen zum „Fliegenden Holländer" weckt) und mit der Zeit die Männer besser kennen. Es ist eine bunt zusammengewürfelte Mannschaft von Personen, die jede ihr eigenes Schicksal haben und gemeinsam auf der Suche (wahrlich abenteuerlich) nach einer sagenhaften Insel mit einem großen Schatz sowie einem mythischen Wunschbrunnen sind. Neben Reichtum erhofft sich jeder also auch etwas Bestimmtes, was seinem Leben eine neue Richtung gibt. Die Wünsche sind durchaus idealistisch, moralisch integer und nicht von niedrigen Beweggründen. Es ist eine schöne Idee mit dem Wunschbrunnen, der eigentlich eher durch den Glauben daran bzw. durch die geistig-seelische Kraft, die jeder in sich selbst trägt, wirkt.
Ein sachlich-inhaltlicher bzw. erzählerischer Fehler ist mir aufgefallen: auf S. 163 kann hier nicht der Koch Raf gemeint sein, denn er befindet sich zu der Zeit auf dem Schiff.
Aber ich kann das Buch als richtigen Schmöker auf jeden Fall empfehlen!!
Spannung total...
"Die Insel der verlorenen Seelen" beginnt mit einem Sturm auf hoher See. Jo geht über Bord und hofft, von einem anderen Schiff gerettet zu werden. Nach einiger Zeit - sie ist dem Ertrinken schon nahe - sieht sie ein gespenstisch aussehendes Schiff auf sich zukommen. Die "Patna" ist auch ihre Rettung - oder? Auf dem Schiff spricht keiner ihre Sprache, außer dem Kapitän, der sie nur herumkommandiert. Nach einigen Tagen schafft sie es aber doch, sich mit der Mannschaft zu verständigen, und freundet sich auch mit einigen Seemännern an. Immernoch scheint jedoch ein großes Geheimnis im Raum zu stehen: Wohin steuert der Kapitän die "Patna"? Und was hat es mit der geheimnisvollen "Insel der verlorenen Seelen" auf sich, auf der man sich angeblich jeden Wunsch erfüllen kann?
Nach dem "Tal der Raben" habe ich das Verlangen verspürt, noch ein Buch von Sabine Blazy zu lesen. Schon das "Tal der Raben" hat eine außergewöhnliche Form der Phantasie vermuten lassen, die Blazy in ihre Bücher einfließen lässt, in der "Insel der verlorenen Seelen" kommt sie jedoch viel besser zur Geltung.
Ueberraschend
Ueberraschend inpiriert ist der Inhalt dieses neuesten Buches der Autorin, die in ungewohnt emotionalem Ton eine Geschichte erzaehlt, die doch irgendwie vertraut erscheint -- als haette man soetwas aehnliches doch irgendwo anders schon einmal gelesen.
Dennoch, ein unerwartet erfrischendes Leseerlebnis; die Autorin scheint endlich ihr Herz schreiben zu lassen, das man ihr so gar nicht zugetraut hatte unter der bislang eher unterkuehlten Oberflaeche; mehr davon!
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