Arsinoe, Königin von Ägypten

Arsinoe, Königin von Ägypten

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Authors: Maria R. Kaiser
Catalog: Book
Media: Gebundene Ausgabe
Release Date: 1998
Publisher: Europa-Verlag
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Customer Review:
Dynastische Querelen in kosmopolitischer Multikultur
"Im Gegensatz zur gewissenhaften abwägenden Haltung der Historiker müssen Schriftsteller sich nun einmal für eine Version der Geschichte entscheiden, sie müssen Partei ergreifen und die Katze aus dem Sack lassen."
(Maria Regina Kaiser)

Mit ihrem bereits 1998 erstmalig veröffentlichten Roman "Arsinoë -Königin von Ägypten" ist der in Altertumsgeschichte promovierten Autorin ein Spagat zwischen historischer Authenzität und schriftstellerischer Fiktion dennoch auf vorbildliche Weise gelungen. Denn sie nimmt in den angehängten Materialen zum Roman (Familientafel der Ptolemäer) eine klare Trennung zwischen historischen und der von ihr erdachten Romangestalten vor. In ihrem offenen Nachwort, weist sie den Leser zudem auf kontroverse Lehrmeinungen und Ansichten zur Person Julius Cäsars und den anderen Protagonisten hin und erläutert diejenigen Theorien, die Eingang in den Roman gefunden haben. Die Romangeschichte der Titelheldin Arsinoë IV. (Halbschwester der wohl weitaus bekannteren Kleopatra VII.) lässt die Autorin von deren fiktiven Halbschwester "Baryllis" (Tochter Ptolemaios XII. und der Schreibsklavin Kipa) erzählen, der sie von Julius Cäsar den Ehrennamen "Berenike" (nach der 55 v. Chr. hingerichteten Berenike IV., der ältesten Halbschwester Kleopatras) verleihen lässt. Vor dem Hintergrund der wahrhaft mörderischen Familienchronik der hellenistischen Ptolemäerpharaonen repräsentiert Arsinoë IV. (gegenüber der am Ende dem Expansionsdrang Roms unterlegenen Kleopatra) eine denkbare Alternative für die Kontinuität und Autonomie des bereits damals mehr als 2500 Jahre alten Doppelkönigtums von "Kemet".

Der Bericht Baryllis-Berenikes weist einige Anachronismen auf, die vom Lektor offenbar übersehen wurden, denn einen Pfefferminzaufguss mag es im ersten vorchristlichen Jahrhundert am "Mare Nostrum" bereits gegeben haben, die Begriffe "(Pfefferminz)Tee" (S. 37, 41), "Chefkonditor" (S. 51) und "katzbuckeln" (S. 54) stammen jedoch aus dem 17. Jahrhundert. Einer Ptolemäerin dürfte zudem auch das Wort "Kaff" nicht bekannt gewesen sein, da es zu ihrer Zeit noch kein Rotwelsch gegeben hatte. Die wörtlichen Missgriffe sind jedoch nur kleine Schönheitsfehler gegenüber der reichhaltigen Informationen über die Hybridisierung der griechisch-kleinasiatisch-ägyptischen Bevölkerung, ihrer Kulturen und Religionen, der dynastischen Querelen der Ptolemäer und einer Vielzahl historischer Personen, wie Cato, Pompeius, Mithradates, Cicero, Marcus Antonius etc.

Der in 4 Kapitel und weitere kleinere Abschnitte gegliederte Roman, der sein Attribut "historisch" vollauf verdient, reizt den Leser aufgrund der jeweiligen Überschriften immer aufs Neue zum Weiterlesen.. Zu den bereits erwähnten Materialen am Ende des Buches gibt es noch eine Zeittafel und ein Glossar. "Arsinoë - Königin von Ägypten" ist ein empfehlenswerter Roman über die letzten Tagen des alten Pharaonenreiches, das seine Zeit unter einheimischen Herrschern schon lange hinter sich gelassen, und sich bereits zu einer kosmopolitischen Multikultur gewandelt hatte. 3 1/2 Amazonsterne!
Lange Winterabende im heissen Ägypten...
Historische Romane laufen oft Gefahr, zu lang, zu verworren und zu detaillastig zu sein.Dies eben bei diesem Roman nicht der Fall: Die Autorin versteht es, die Hauptpersonen treffend zu schildern und den Leser bis zum Ende hin zu fesseln!Zusammen mit Arsinoe, die vom kleinen Mädchen bis zur erwachsenen Herrscherin über die Weltmacht Ägypten bildhaft beschrieben wird,macht Geschichte-Erleben Spass!Mit diesem wunderbaren Schmöker auf der warmen Couch kann man dem Winter getrost entgegensehen !!
Komentar
Ich finde, dass das Buch sehr interessant und schön geschieldert ist und man genau sich vorstellen kann, wie sich eine gewisse person fühlt und denkt. Aber manchmal hat es mich ein wenig geärgert, dass die Schielderungen immer so lang waren und man manchmal den Faden verlor. Deshalb gab ich vier Sterne und nicht fünf so meine Beurteilung.

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  1. Die Todesklippe von Aratu
  2. Drei Detektive auf geheimen Spuren
  3. Kleine Lesetiger-Detektivgeschichten (Vereinfachte Ausgangsschrift)
  4. Annas Geheimnis. Eine Prinzenraubgeschichte
  5. Oskar und die Eis-Erpresser
  6. Grosse Wolke Lufikazi
  7. Geh, zügle den Sturm. Sonderausgabe
  8. Ein Fall für TKKG, Bd.89, Der Goldschatz, der vom Himmel fiel
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