Deutsche Dichtermärchen. Von Goethe bis Kafka
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Authors: Arthur Häny
Catalog: Book
Media: Gebundene Ausgabe
Release Date: Januar 1996
Publisher: Manesse-Verlag
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Customer Review:
Goethe all überall
Der große Goethe hat also auch Märchen geschrieben, natürlich , was hat er eigentlich nicht geschrieben? Aber könnte man jetzt sagen, der große Goethe, wäre auch etwas für die ganz oder zumindest etwas kleinen Leute von heute? Ich weiß nicht, ob die eigentliche Zielgruppe, die er beim schreiben im Auge hatte, wirklich Kinder waren. Dafür sind seine Märchen vielleicht doch etwas zu komplex. Aber sicher schaden die Geschichten auch keinem Kind, sondern regen seine Phantasie vielleicht sog so sehr an, daß es dem Genie Goethe bald nachstrebt. Am interessantesten werden aber wohl Erwachsene seine Märchen und diese ganz besondere Märchenwelt finden. Mir jedenfalls gefällt dieser Goethe sehr gut. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
Direkt aus Weimar...
Tatsächlich habe ich den ersten Kontakt mit Märchen von Goethe durch ein Buch bekommen, das ich wirklich im Buchladen neben Goethes Wohnhaus in Weimar gekauft habe. Vermutlich hätten mich diese wunderbar erzählten Geschichten, dieser eigenständigen Gattung des Kunstmärchens aber erfreut, ganz egal, wie und wo ich zu ihnen gefunden hätte. Von den dreien, der „neuen Melusine", dem „Neuen Paris" und dem „Märchen" gefallen mir zwar alle drei gut, aber am besten doch „Das Märchen", das vielleicht nicht zufällig diesen allumfassenden Titel trägt, der einem das Gefühl vermittelt, das es sich bei diesem Märchen um die Essenz der Märchen schlechthin handeln könnte. Deswgen möchte ich gerne etwas daraus zitieren: „Mit Erstaunen und Erfurcht sah sie [die Schlange] sah sie in eine glänzende Nische hinauf, in welcher das Bildnis eines ehrwürdigen Königs in lauterm Gold aufgestellt war. ...Sein wohlgebildeter Körper war mit einem einfachen Mantel umgeben, und ein Eichenkranz hielt sein Haar zusammen. ... „Was ist herrlicher als Gold?" fragte der König. „Das Licht," antwortete die Schlange. „Was ist erquicklicher als Licht?" fragte jener. „Das Gespräch," antwortete diese. ..." (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
Wundersam schön !
Johann Wolfgang von Goethe hat insgesamt drei Märchen verfaßt, die als eigenständige Dichtungen zu sehen sind: „Die neue Melusine" (sowie: „Der neue Paris", und das vielleicht vielschichtigste „Das Märchen"). Sie erfreuten sich von Anfang an großer Beliebtheit beim lesenden Publikum. Diese Kunstmärchen begründeten eigentlich erst diese Gattung und waren richtungsweisend für die Märchendichtung der Epoche der Romantik. Für Goethe war die Märchendichtung die Urform poetischen Gestaltens, aber sie war auch noch mehr. Durch Märchen konnte er nicht nur innere Konflikte ausdrücken, sondern sie halfen ihm auch Lösungen zu finden. Wie auch in den alten Volksmärchen, die von Generation von Generation weitergetragen wurden, so findet sich auch bei Goethe das Element der Lösungsfindung einer Problemlage. Auch beim heutigen Leser wirken diese Mechanismen noch - warum sollten sie es auch nicht ? Das Unterbewußtsein (oder welche Instanz genau auch immer ) er- lebt die Konflikte und Hindernisse, von denen erzählt wird; und später wird es aus diesen durch verschiedene Lösungsansätze geführt. Diese Katharsis der Seele, diese Reinigung, wirkt auf einer viel tieferen Ebene, als auf der des Bewußtseins. Auf der bewußten Ebene empfindet man das Märchen einfach als wundersam schön! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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