Die Königstochter aus Elfenland

Die Königstochter aus Elfenland

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Authors: Edward J. Lord Dunsany
Catalog: Book
Media: Broschiert
Release Date: 1979
Publisher: Klett-Cotta
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Customer Review:
phantastisch langweilig
Leider konnte sich bei mir während der Lektüre dieser phantastischen Geschichte und der wundersamen Ausdrucksweise nur großartige Langeweile breitmachen.

Damals kam dem Leser diese Geschichte sicher spannend und phantastisch vor, doch heute empfindet der verwöhnte Leser und Konsument von Phantastischem die unspektakuläre Handlung zusammen mit der Erzählweise als eher fade.

Dies ist absolut nicht meine Art der phantastsichen Erzählung und auch nicht jedermann zu empfehlen.
Wunderbarer märchenhafte Fantasy
Lord Dunsany gehört zu den besten Autoren der märchenhaften Fantasy-Literatur. Er hat über 60 Erzählungen veröffentlicht in einem sehr altertümlichen, aber äußerst bildhaften Stil, wie etwa: "Im Lande des Yann." „Die Königstochter von Elfenland" ist ebenfalls eines seiner bekannten Werke. Er beschreibt die "Suche nach einer verlorenen Kindheit". Diese wird repräsentiert durch ein märchenhaftes zeitloses Elfenreich. Dort liebt die Tochter des Elfenreiches den jungen Protagonisten Alvaric und zieht mit ihm aus dem Märchenland, in welchem sie sich geborgen gefühlt hatte. Doch ihr Heimweh nach ihrer Heimat ist zu groß und sie fühlt sich in der realistischen Welt ihres Geliebten nicht wohl. So verlässt sie ihn wieder und kehrt ins Elfenland zurück. Dabei lässt sie sogar ihren Sohn Orion zurück. Alvaric sucht sie und das Elfenland vergeblich.

Auch in diesem Fall wird meisterhaft ein Märchen über ein Elfenland erzählt, welches den Leser von der ersten bis zur letzten Seite gefangen nimmt. Für mich gehört das vorliegende Märchen neben den Erzählungen Dino Buzzatis, an dessen märchenhaften Stil er mich erinnert, zu dem besten, was Fantasy zu bieten hat. Aber auch Anklänge an Algernon Blackwood, etwa seinen "Wendigo", lassen sich meines Erachtens hier finden.

Im übrigen trifft hier die Definition der phantastischen Erzählung zu: es existieren zwei Welten, die - wie sich zeigt - nicht miteinander vereinbar sind, jede der beiden Welten kann nur für sich sein, ein nebeneinander ist - wie an der erfolglosen Suche Alvarics deutlich wird, der das Elfenland nicht wiederfindet, nicht wieder. Es ist meines Erachtens das Verdienst der Übersetzung, den symbolistisch-altertümlichen Stil der Erzählung bewahrt zu haben. Offenbar knüpft Dunsany an irische Elbenmärchen an (eine Tradition, die dann Tolkien im "Hobbit" und "Herr der Ringe" fortgesetzt hat - und sie lassen den Leser in eine wunderbar-mythische Welt "eintauchen". Es lohnt sich, die phantastischen Geschichten Dunsanys, eines Professors für Englische Literatur (und dies merkt man an der feinsinnigen Sprache) zu lesen und sich von seiner Sprachgewalt in ein anderes Reich "entführen" zu lassen - das Elfenland.
Schenkt dem Übersetzer ein Buch über Satzbau!
Ich habe schon mehrere Bücher von Dunsany gelesen und - sonst hätte ich irgendwann damit aufgehört - mit Vergnügen. Was der Verlag hier aber als besonders poetische Sprache anpreist, nähert sich der Unlesbarkeit. Das hat nichts mit "stimmungsvoll" zu tun, das ist eine schlichte Vergewaltigung der deutschen Sprache. Lesen ist Schwerarbeit. Man sollte sich schon darauf einrichten, die eine oder andere Seite doppelt zu lesen, um den Inhalt zu begreifen. Ich habe keine Ahnung, was sich Übersetzer, Lektor und Verlag dabei gedacht haben. Zwar habe ich das Buch bis zum Ende gelesen (und die story ist gar nicht so schlecht, wenn auch nicht so wahnsinnig aufregend), aber um Bücher, die Herr Wollschläger übersetzt hat, werde ich in Zukunft einen Bogen machen.
Vielleicht sollte man es lieber mit dem englischen Original versuchen. Ob man selbst schlecht Englisch, oder der Übersetzer schlecht Deutsch kann, ist letztlich egal.

Books:

  1. Reclam Universal-Bibliothek, Nr.85, Lichtenstein
  2. Reclam Universal-Bibliothek, Nr.93, Peter Schlemihls wundersame Geschichte
  3. Meister Floh.
  4. Gockel und Hinkel.
  5. Volkserzählungen und Legenden.
  6. Ausgewählte Kinder- und Hausmärchen.
  7. Träumereien an französischen Kaminen.
  8. Die Sagen Troias
  9. Das kalte Herz und andere Märchen.
  10. Der glückliche Prinz.

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