Das Totenbuch der Germanen. Die Edda. Die Wurzeln eines wilden Volkes
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Authors: Holger Kalweit
Catalog: Book
Media: Gebundene Ausgabe
Release Date: März 2001
Publisher: At-Verlag
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Customer Review:
Der Wendepunkt in der Edda-Forschung
Das Buch ist absolut sensationell. Ich war zunächst skeptisch. Das maßt sich jemand an, die Edda neu zu interpretieren. Das kann ja nur schief gehen. So in etwa waren meine ersten Gedanken. Weit gefehlt. Die Edda ist ja im Grunde wie ein riesiges Puzzle, das heute zerlegt vor uns liegt und bei dem von ursprünglich - sagen wir mal - 1000 Teilen heute nur noch 100 vorhanden sind. Mit diesen 100 verbiebenen Teilen versuchen wir jetzt das Bild des Puzzles zu rekontruieren. Klar, dass das nicht geht. Wie kann man da weiterkommen? In dem man die vorhandenen Puzzleteile mit dem vergleicht, was wir von anderen Naturreligionen kennen. Ganz offensichtlich gibt es bei allen Naturreligionen Gemeinsamkeiten. Und da ist Holger Kalweit genau der richtig Mann. Das ganze ist natürlich immer die Meinung eines einzelnen Menschen. Etwas anderes kann es bei diesem Thema gar nicht sein. Aber ich habe vor dem, was Holger Kalweit über Naturreligionen in seiner Arbeit als Völkerkundler heraufgefunden hat, den größten Respekt. Und wenn er mit dieser Erfahrung durch Vergleich fehlende Puzzlestücke in der Edda ersetzen kann, ist das mehr als spannend. Die Edda wird damit erstmals von einer bloßen Geschichtensammnlung zur Kosmologie. Und zu was für einer.
Durchaus lesenswert!
Herr Kalweit versteht es in diesem Buch, sich von den bisherigen Deutungsversuchen der Edda-Texte zu lösen. Seine ethnologischen Kenntnisse und seine langjährigen Erfahrungen mit Schamenen und Stammeskulturen prädestinieren ihn, die Edda in ihrem ursprünglichen Licht zu betrachten und eine Übersetzung in eine uns verständliche Sprache vorzunehmen. Auch wenn man nicht mit allen Interpretationen einverstanden muss, so z.B. mit der Unterschätzung Rig-Edda, und das Buch durch etwas weniger Redundanz leichter zu lesen wäre, weist es einen wertvollen neuen Zugangsweg zu einem Verständnis dieses Zeugnisses unserer Kultur auf, der an Aurobindos Interpretation der vedischen Schriften erinnert.
Mal was anderes
Es war nicht der Titel der mich auf das Buch aufmerksam machte, sondern einfach das Thema an sich. Da Kalweit von anfang an klar macht, dass es sich eben um seine Theorie handelt, fand ich es sehr interessant zu lesen, besonders duch seine ethymolgischen Erklärungen betreffend Verbindungen zwischen Namen usw. Die Möglichkeit, die Edda aus einer anderen Sicht zu sehen, sollte man sich nicht entgehen lassen.
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