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Authors: Malika Doray
Catalog: Book
Media: Gebundene Ausgabe
Release Date: März 2003
Publisher: Picus Verlag
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Customer Review:
Spürbares Einfühlen
Auf den ersten Blick erscheint einem dieses Buch nicht ungewöhnlich:
Ein paar Seiten, ein paar Striche, vereinzelte Einfärbungen und wenige Sätze, die sich um ein Thema - nämlich den Verlust der Großmutter aus der Sicht eines Kindes - drehen.
Zudem ist dieses Bilderbuch rasch durchzulesen.
Wer aber sich länger und intensiver mit diesem Buch befasst, wird hineingenommen in eine andere Erlebenswelt.
Da geht es um eine besondere Beziehung zwischen Großmutter und Enkelin, über die das kleine Kind im Nachhinein - aus der distanzierten Sicht von vielen Jahren - nachdenkt („Als ich klein war..."). Ohne Glorifizierung werden Beispiele schöner und weniger guter Erlebnisse vorgestellt, ehe das Blatt sich wendet, da die Oma im Krankenhaus gestorben ist, was die Enkelin über einen Anruf der Eltern mit dem Hospital erfährt. Die Eltern werden als einfühlsam dargestellt, welche auf die Fragen des Kindes nach dem „Warum und Wieso des Todes" kindgerecht antworten; nämlich dass man das nicht so genau weiß, wie es nach dem Tod weitergeht...
Am eindrucksvollsten ist wohl die Szene, in der die Mutter erklärt, dass „Oma...ein wenig als eine große Erinnerung"" da ist und als Zeichen des Gedenkens ein Foto beim Kind platziert wird.
Das Buch endet sehr einfühlsam mit einem „Frieden schließen mit dem Tod der Oma".
Die Oma und das Enkelkind, welches nicht eindeutig als Junge oder Mädchen identifizierbar ist, werden in der Art von Hasen oder Katzen gezeichnet. So kann sich jedes Kind oder jede erwachsene Person entsprechend seinen persönlich Anliegen mit den Figuren identifizieren oder auch auf Distanz gehen. Selbst das Alter des Enkelkindes ist nicht festgelegt, auch wenn es sich wahrscheinlich um das frühe Kindergartenalter handeln dürfte.
Die Strichführung der Zeichnungen ist gewollt grob und gerundet und lebt von feinfühligen Andeutungen von Einzelheiten, wie sie im Leben von Kindern prägnant sind, wie z.B. Kücheneinrichtung, Mobiliar, Karussell und Kleidung sowie die Mimik und Haltung von Personen.
Der Text ist in der Schrift sehr groß und kräftig gesetzt und durch einen farbigen Punkt aufgefrischt. Die Farbe dieses Punktes findet sich in einem willkürlichen Detail des gegenüber platzierten Bildes wieder, so dass es leicht fällt, Text und Bild in Bezug zu setzen.
Insgesamt ein sehr kindgerechtes Buch, welches aber beim Lesen keinen Schnelldurchlauf verträgt. Vielmehr bedarf dieses Buch ruhiger Lesesituationen, in denen den Fragen und Berichten der Kinder viel Zeit eingeräumt werden muss. Vielleicht vermag dieses Buch auch Kindern Anregungen geben, ihr eigenes Buch von erlebten Traurigkeiten und guten Erinnerungen zu malen oder zu schreiben. Dieses Buch öffnet Spielräume zu einem vertrauensvollen, angemessenen Umgang mit Trauer bei Kindern.
Spürbares Einfühlen
Auf den ersten Blick erscheint einem dieses Buch nicht ungewöhnlich:
Ein paar Seiten, ein paar Striche, vereinzelte Einfärbungen und wenige Sätze, die sich um ein Thema - nämlich den Verlust der Großmutter aus der Sicht eines Kindes - drehen.
Zudem ist dieses Bilderbuch rasch durchzulesen.
Wer aber sich länger und intensiver mit diesem Buch befasst, wird hineingenommen in eine andere Erlebenswelt.
Da geht es um eine besondere Beziehung zwischen Großmutter und Enkelin, über die das kleine Kind im Nachhinein - aus der distanzierten Sicht von vielen Jahren - nachdenkt („Als ich klein war..."). Ohne Glorifizierung werden Beispiele schöner und weniger guter Erlebnisse vorgestellt, ehe das Blatt sich wendet, da die Oma im Krankenhaus gestorben ist, was die Enkelin über einen Anruf der Eltern mit dem Hospital erfährt. Die Eltern werden als einfühlsam dargestellt, welche auf die Fragen des Kindes nach dem „Warum und Wieso des Todes" kindgerecht antworten; nämlich dass man das nicht so genau weiß, wie es nach dem Tod weitergeht...
Am eindrucksvollsten ist wohl die Szene, in der die Mutter erklärt, dass „Oma...ein wenig als eine große Erinnerung"" da ist und als Zeichen des Gedenkens ein Foto beim Kind platziert wird.
Das Buch endet sehr einfühlsam mit einem „Frieden schließen mit dem Tod der Oma".
Die Oma und das Enkelkind, welches nicht eindeutig als Junge oder Mädchen identifizierbar ist, werden in der Art von Hasen oder Katzen gezeichnet. So kann sich jedes Kind oder jede erwachsene Person entsprechend seinen persönlich Anliegen mit den Figuren identifizieren oder auch auf Distanz gehen. Selbst das Alter des Enkelkindes ist nicht festgelegt, auch wenn es sich wahrscheinlich um das frühe Kindergartenalter handeln dürfte.
Die Strichführung der Zeichnungen ist gewollt grob und gerundet und lebt von feinfühligen Andeutungen von Einzelheiten, wie sie im Leben von Kindern prägnant sind, wie z.B. Kücheneinrichtung, Mobiliar, Karussell und Kleidung sowie die Mimik und Haltung von Personen.
Der Text ist in der Schrift sehr groß und kräftig gesetzt und durch einen farbigen Punkt aufgefrischt. Die Farbe dieses Punktes findet sich in einem willkürlichen Detail des gegenüber platzierten Bildes wieder, so dass es leicht fällt, Text und Bild in Bezug zu setzen.
Insgesamt ein sehr kindgerechtes Buch, welches aber beim Lesen keinen Schnelldurchlauf verträgt. Vielmehr bedarf dieses Buch ruhiger Lesesituationen, in denen den Fragen und Berichten der Kinder viel Zeit eingeräumt werden muss. Vielleicht vermag dieses Buch auch Kindern Anregungen geben, ihr eigenes Buch von erlebten Traurigkeiten und guten Erinnerungen zu malen oder zu schreiben. Dieses Buch öffnet Spielräume zu einem vertrauensvollen, angemessenen Umgang mit Trauer bei Kindern.
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